Michael Jung Altheim 22.7.2013.Bild: Karl-Heinz KuballAusbildung des jungen Reitpferdes

Insbesondere bei jungen Pferden ist hier langfristig zu denken und zu handeln. Die Muskulatur eines Pferds kann sich relativ schnell auf die Mehrbelastung, die durch das Reiten entsteht, einstellen. Sehnen und Gelenke benötigen dafür wesentlich länger. Deshalb ist die solide Basisausbildung, unter Berücksichtigung der anatomischen Grundregeln, sowie die Beachtung der physischen wie psychischen Ausgeglichenheit das ‚A und O‘ will man das Pferd lange im Sport einsetzen können.

Wir beginnen mit den 3-Jährigen Pferden erst im Spätsommer mit leichtem anlongieren – stets verbunden mit ausgiebigem Weidegang. Je nach der Entwicklung des jungen Pferds wird im Herbst / Winter mit der Arbeit unter dem Sattel begonnen. Auch hier gilt: weniger ist mehr. In der Gewöhnungsphase wird bis zum Sommer des Folgejahrs an Takt, Anlehnung und Losgelassenheit gearbeitet. Und das – sobald das Wetter es zulässt – nicht nur in der Halle oder auf dem Platz, sondern bewusst sehr frühzeitig auch im Gelände. Erst Ende 4 jährig haben die Nachwuchssportler-in Abstimmung mit ihren Besitzern- ihren ersten Turniereinsatz zum Kennenlernen der Atmosphäre.
Der Winter der 4- und 5 jährigen Pferde dient den ersten Phasen der weiteren Ausbildung. Soweit gewünscht beginnt hier die langfristige und schonende Vorbereitung auf das Bundeschampionat.

Gerade bei den Remonten ist eine gezielte Turnierplanung mit sich steigernden Aufgaben hin zum Saisonhöhepunkt und ausreichenden Erholungspausen unerlässlich. Nur so kann den Pferden der Spaß an der Arbeit erhalten werden.